Google Tag Manager einfach erklärt

In diesem Artikel erhaltet ihr von uns einen kleinen Einblick in den Google Tag Manager – warum wird er im Online Marketing-Bereich so oft genutzt? Wie funktioniert er und welche Vorteile ergeben sich dadurch für eure Website und damit eurem Business?

All das erfahrt ihr jetzt – Viel Spaß!

Verfasst von

Philipp Stegmaier

Veröffentlicht

20. April 2021

Was ist der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager ermöglicht es euch, einzelne Code-Schnipsel (engl. = Tags) auf eurer Website einzubinden. Über diese Tags könnt ihr z.B. Tracking-Codes einbauen und einzelne Conversion-Events für die Tracking-Tools in einem Zug auf eurer Website einrichten. Das erleichtert euch vor allem die Erfolgsmessung eurer aktuellen Werbekampagnen.

Ihr könnt im Tag Manager alle gängigen Analyse-Tools einbinden – sowohl die Google-Dienste wie Analytics oder Google Ads als auch andere Dienste wie Hotjar oder den Facebook Pixel.

Und das Beste daran: Ihr müsst dazu nicht konkret auf den Quelltext eurer Website zugreifen. Lediglich der Google Tag Manager-Code muss eingebunden werden – alle anderen Dienste verwaltet ihr dann über das Tag Manager-Konto. Doch wie genau funktioniert das?

Wie funktioniert der Google Tag Manager?

Nachdem der Tag Manager in eurer Website integriert wurde, erfasst er alle Events, die die Nutzer auf eurer Website ausüben. So ein Event kann beispielsweise das Laden einer Unterseite sein, das Anschauen eines Videos, der Klick auf einen Link, der Download einer PDF-Datei UVM.

Diese Events schickt der Tag Manager dann an die daran gebundenen Dienste (= die erstellten Tags) weiter, welche dadurch ausgelöst werden. Die übermittelten Daten können dann im jeweiligen Analyse-Tool eingesehen und ausgewertet werden.

Im Prinzip ist der Tag Manager also eine Zwischenstelle zwischen der Website und den Analyse-Tools, die ihr zum Optimieren eurer Leistungen nutzt:

Der Google Tag Manager - Schnittstelle zwischen Website und Zielsystem.

Beispiel: Tracking des Downloads einer PDF-Datei auf eurer Website

Ihr habt vor kurzem auf eurer Über-Uns-Seite eine neue Unternehmensbroschüre in Form einer PDF-Datei platziert. Nun wollt ihr messen, wie oft diese Datei von den Nutzern auf eurer Website heruntergeladen wird.

Der Tag Manager ist bereits auf eurer Website eingebunden.

Ihr müsst nun lediglich noch in eurem Tag Manager-Konto die Aktion (genaue Betitelung den „Tag“) erstellen, um die Anzahl an Downloads messen zu können. Diesen könnt ihr individuell benennen, z.B. „Download Unternehmensbroschüre“, damit ihr in Zukunft eure vielen Tags auch auseinanderhalten könnt.

Dieser Tag soll dann ausgelöst werden, wenn die Nutzer auf eurer Seite auf den Download-Button der erwähnten PDF klicken.  Diesen Auslöser (im Tag Manager-Konto wir dafür der englische Begriff „Trigger“ genutzt), wählt ihr dann bei eurem Tag „Download Unternehmensbroschüre“ aus.

Wenn dann ein Nutzer auf den entsprechenden Button klickt und eure Broschüre herunterlädt, erkennt der Tag Manager den Auslöser „Klick auf Download Button“ und löst damit den Tag „Download Unternehmensbroschüre“ aus.

Ihr könnt euch das Vorgehen des Google Tag Managers also wie eine Wenn-Dann-Funktion vorstellen.

Welche Vorteile hat der Google Tag Manager für meine Website?

Mithilfe des Google Tag Managers ergeben sich für euch viele Vorteile:

Kostenlose Nutzung

Wie fast alle Google Dienste ist der Google Tag Manager kostenlos für euch nutzbar.

Leichte Einbindung auf eurer Website

Da ihr lediglich den Quellcode des Google Tag Managers auf eurer Website hinterlegen müsst, ist die Einbindung generell deutlich weniger aufwändig, als beispielsweise Google Analytics, den Facebook Pixel und Hotjar jeweils einzeln über Quelltext auf allen Unterseiten eurer Website einzupflegen. Damit entlastet ihr außerdem eure IT-Ansprechpartner.

Verwaltung aller Trackingdienste an einem Ort

Alle Tracking Dienste, die euer Unternehmen nutzt, können dadurch an einem Ort verwaltet werden. Das ist vor allem für eure Mitarbeiter aus dem Online Marketing deutlich einfacher und zeitsparender.

Einfache Nutzung - keine spezifischen Programmierkenntnisse notwendig

Ihr benötigt so gut wie keine Programmierkenntnisse, da ihr euch durch Vorlagen für die einzelnen Tags nicht mit endlos langen Quelltexten rumschlagen müsst. Für Tracking-Dienste wie Google Analytics müsst ihr lediglich eure Tracking-ID in der entsprechenden Vorlage hinterlegen.

Weniger Quelltext - Weniger Fehler

Dadurch, dass ihr keine Quelltexte einpflegen müsst, werden i.d.R. weniger Fehler bei der Konfigurierung gemacht, da ihr nicht auf lästige Fehlersuche im Quelltext gehen müsst.

Einfache Lösung für Mitarbeiter im Online Marketing

Für Online Marketer ist der Tag Manager außerdem dahingehend ein großer Vorteil, da sie auch ohne Zugang zur Website mit Tracking-Tools und dem Conversion-Tracking arbeiten können. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn ihr für die Betreuung eurer Website und euren Online Marketing-Tätigkeiten unterschiedliche Partner habt.

Problemloses Testen im Vorschau-Modus

Durch die Vorschau-Version im Google Tag Manager könnt ihr all eure Änderungen und neu angelegten Tags vorab testen, ohne die Live-Seite damit eventuell zu gefährden. Ihr könnt hier im Testmodus also nichts kaputt machen.

Wichtig!

Trotz all der vielen Vorteile, die der Google Tag Manager mit sich bringt, solltet ihr euer Vorgehen mit dem Tool immer mit dem Ansprechpartner für eure Website abstimmen. Dadurch, dass der Tag Manager für euch die Arbeit mit dem Quelltext der Seite übernimmt, hat er dadurch großen Einfluss und kann der Seite damit auch schaden. Durch Absprache mit eurer IT seid ihr sicher, dass IT und Online Marketing gemeinsam am Erfolg eurer Website arbeiten.

Wie sieht’s aus mit Datenschutz?

Bei der Nutzung eines Google-Produkts ist es natürlich auch immer wichtig sich mit dem Thema Datenschutz auseinander zu setzen. Die Frage, ob der Tag Manager in eurer Datenschutzerklärung aufgenommen werden muss, kann nicht zu 100% richtig beantwortet werden.

An sich hat der Google Tag Manager keinen Zugriff auf nutzerbezogenen Daten und speichert sie dadurch auch nicht ab. Die Daten werden vom Tag Manager lediglich an die hinterlegten Analyse-Tools übermittelt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, nehmt den Google Tag Manager in eure Datenschutzerklärung auf – auf jeden Fall solltet ihr aber alle Analyse-Tools in eurem Datenschutz hinterlegen, die ihr über den Tag Manager nutzt.

Fazit

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Vorteile des Google Tag Managers die Arbeit mit Analyse-Tools und dem damit verbundenen Conversion-Tracking deutlich vereinfachen. Vor allem die hauseigenen Google Dienste wie Analytics lassen sich leicht und unkompliziert im Tag Manager konfigurieren.

Meine Arbeit als Online Marketer erleichtert der Tag Manager immens, da ich mich viel weniger mit dem informatischen Teil der Arbeit beschäftigen muss. Dadurch kann ich mehr Zeit in die Optimierung der Erfolgsmessung unserer Kunden investieren.

Auch spätere Anpassungen an einzelnen Events sind deutlich effektiver umgesetzt, als wenn alle Tracking-Dienste einzeln auf einer Website eingebunden sind.

Dennoch sollte man sich immer bewusst sein, welche Macht der Tag Manager durch den Zugriff auf den Quelltext eurer Website tatsächlich hat. Wie vorhin bereits angesprochen, sollte man die Arbeit mit dem Tool immer mit den Ansprechpartnern für die hinterlegte Website absprechen und planen.

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